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Fernwärme-Leckortung im laufenden Betrieb

Wasserverlust im Wärmenetz, aber keine eindeutige Quelle? Wir orten Leckstellen in Fernwärme- und Nahwärmenetzen mit gelöstem Helium – ohne Abschaltung, ohne Entleerung, ohne Versorgungsunterbrechung für Ihre Kunden.

Betrieb läuft weiterKeine Abschaltung, keine Entleerung, keine Ausfallzeit im Netz.
Punktgenaue EingrenzungGezielter Aufbruch statt großflächiger Suchschachtung.
Auch tiefe TrassenHelium steigt durch Bodenschichten und Schächte an die Oberfläche.

Das Problem: Nachspeisung steigt, Leckstelle unbekannt

In Fernwärme- und Nahwärmenetzen zeigt sich ein Leck oft nur indirekt: Die Nachspeisemenge steigt, der Druck fällt zwischen Vor- und Rücklauf ab, an der Oberfläche ist jedoch nichts zu sehen. Klassische Verfahren wie Akustik, Korrelation oder Thermografie stoßen bei tief verlegten Leitungen, gedämmten Kunststoffmantelrohren und verkehrsreichen Trassen schnell an ihre Grenzen. Jede Woche ohne Ortung bedeutet weitere Verluste an Wasser, Energie und Aufbereitungskosten.

Die Lösung: Helium als Tracergas im Netzwasser

Bei der Helium-Leckortung wird Helium über eine Spezialanlage blasenfrei im Netzwasser gelöst. Das gelöste Helium zirkuliert mit dem Wärmeträger durch das gesamte Netz. Erst dort, wo Wasser durch eine Undichtigkeit austritt und der Druck abfällt, entweicht das Helium wieder aus dem Wasser und steigt durch das Erdreich nach oben. An Prüföffnungen, Schächten und Bohrpunkten entlang der Trasse wird die Bodenluft angesaugt und mit hochsensibler Analytik auf Helium geprüft. Erhöhte Werte gegenüber dem natürlichen Hintergrund von rund 5,2 ppm zeigen die Leckstelle an.

Helium ist chemisch inert, ungiftig, nicht entzündlich und verbleibt in so geringen Mengen im System, dass es keine betrieblichen Auswirkungen auf das Wärmenetz hat.

Ablauf für Netzbetreiber

  1. Erstgespräch und Unterlagen. Trassenlänge, Leitungstyp, Betriebsdruck, Temperatur und bekannter Wasserverlust – vorhandene Netzpläne werden gesichtet.
  2. Einbringstelle festlegen. Über eine geeignete Stelle (z. B. Füll- oder Entleerungsanschluss) wird die Beladeanlage angeschlossen. Der Betrieb läuft dabei weiter.
  3. Helium blasenfrei lösen. Die Anlage bringt das Helium gelöst ins Umlaufwasser ein, sodass es homogen im Netz mitzirkuliert. Die Verteilungszeit ist systemabhängig.
  4. Messung entlang der Trasse. Systematische Beprobung an Prüföffnungen, Schächten und Messpunkten; alle Werte werden protokolliert.
  5. Auswertung und Bericht. Sie erhalten eine schriftliche Dokumentation mit Messwerten, Trassenprotokoll, Eingrenzung der Schadstelle und Empfehlung für die Reparatur.

Geeignet für

Hinweis zu Kunststoffmantelrohren: Helium kann je nach Kunststofftyp, Wandstärke und Temperatur partiell durch das Rohrmaterial diffundieren; Aluminium-Barrieren verringern die Diffusion deutlich. An Leckstellen, offenen Muffen und beschädigten Bereichen tritt Helium jedoch bevorzugt aus und ist dort messbar. Die Eignung für Ihr Netz bewerten wir im Vorfeld individuell.

Für wen wir arbeiten

Stadtwerke, Energieversorger, Betreiber von Wärme- und Kältenetzen, Contracting-Unternehmen sowie Industrie- und Liegenschaftsbetreiber mit eigenem Wärmenetz. Ansprechpartner sind in der Regel Netz- und Betriebsleiter, technische Leitung und Instandhaltung. Einsätze führen wir in Deutschland und im europäischen Ausland durch.

Häufige Fragen zur Fernwärme-Leckortung

Muss das Fernwärmenetz abgeschaltet werden?

Nein. Das Helium wird im laufenden Betrieb gelöst in das Netzwasser eingebracht. Die Versorgung läuft weiter, es gibt keine Unterbrechung und keine Entleerung der Leitung.

Funktioniert das bei Kunststoffmantelrohren (KMR)?

Helium kann je nach Kunststofftyp, Wandstärke und Temperatur partiell durch Rohrmaterial diffundieren. An Leckstellen, Muffen und Schwachstellen tritt es bevorzugt aus. Aluminium-Barrieren verringern die Diffusion deutlich – dennoch tritt Helium an Leckstellen, offenen Muffen und Übergängen aus und kann dort gemessen werden. Die Eignung wird im Einzelfall bewertet.

Wie genau lässt sich die Leckstelle eingrenzen?

Durch die hochsensible Analytik und die systematische Messung entlang der Trasse lässt sich die Schadstelle in der Regel auf wenige Meter eingrenzen. Die Genauigkeit hängt von Bodenaufbau, Leitungstiefe und Dichte der Prüföffnungen ab.

Welche Angaben werden für ein Angebot benötigt?

Trassenlänge, Leitungstyp, Medium, Betriebsdruck und -temperatur, bekannter Wasserverlust, Standort und vorhandene Unterlagen. Auf dieser Basis erstellen wir eine unverbindliche Einschätzung.

Unklarer Wasserverlust im Wärmenetz?

Schicken Sie uns die Eckdaten Ihres Netzes – wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und einem unverbindlichen Angebot.

Zur Anfrage   0156 79799100