MS Heliumtechnik
Helium-Leckortung › Dichtheitsprüfung
Tracergas-Verfahren · DIN EN ISO 20485

Dichtheitsprüfung mit Helium-Tracergas

Deutlich empfindlicher als eine reine Druckprüfung: Mit Helium als Tracergas weisen wir kleinste Undichtigkeiten in Wärme- und Wasserleitungen nach und grenzen sie punktgenau ein – im laufenden Betrieb, ohne Entleerung.

HochempfindlichNachweis von Leckagen weit unterhalb der Druckprüf-Schwelle.
Lokalisiert statt pauschalZeigt nicht nur „undicht“, sondern wo.
Im laufenden BetriebLeitung bleibt gefüllt, Versorgung läuft.

Druckprüfung und Tracergas-Prüfung: zwei verschiedene Aussagen

Eine Druckprüfung beantwortet die Frage „Hält das System den Prüfdruck?“ – sie liefert ein Ja oder Nein für den geprüften Abschnitt. Kleine Undichtigkeiten, deren Verlust innerhalb der Toleranz liegt, bleiben dabei unentdeckt, und ein Druckabfall sagt nichts über den Ort der Leckage aus. Die Tracergas-Prüfung mit Helium setzt genau dort an: Das im Medium gelöste Helium tritt an jeder Undichtigkeit aus und wird an der Oberfläche mit hochsensibler Analytik gemessen. So werden auch kleinste Leckagen nachgewiesen und gleichzeitig entlang der Trasse eingegrenzt.

Verfahren und Normbezug

Wann eine Helium-Dichtheitsprüfung sinnvoll ist

Ablauf

  1. Systemdaten und Prüfziel klären. Trassenlänge, Leitungstyp, Medium, Betriebsdruck, Temperatur, Anlass der Prüfung.
  2. Helium blasenfrei einbringen. Über eine geeignete Einbringstelle wird das Helium mit der Spezialanlage im Medium gelöst – der Betrieb läuft weiter.
  3. Trasse systematisch beproben. Bodenluft an Prüföffnungen, Schächten und Messpunkten ansaugen und auf Heliumgehalt prüfen; alle Werte werden protokolliert.
  4. Dokumentation. Schriftlicher Bericht mit Messwerten, Trassenprotokoll und – bei Befund – Eingrenzung der Undichtigkeit.
Die Genauigkeit der Eingrenzung hängt von Bodenaufbau, Leitungstiefe und Dichte der Prüföffnungen ab. Bei Kunststoffmantelrohren kann Helium je nach Material partiell diffundieren; Aluminium-Barrieren verringern die Diffusion deutlich. Die Eignung wird im Vorfeld individuell bewertet.

Häufige Fragen zur Dichtheitsprüfung

Ersetzt die Helium-Prüfung die Abnahme-Druckprüfung?

Nein. Die formale Abnahme-Druckprüfung nach AGFW FW 602, DIN EN 805 bzw. DVGW G 469 obliegt dem Betreiber bzw. akkreditierten Prüfstellen. Die Helium-Prüfung nach DIN EN ISO 20485 ergänzt sie: Sie ist deutlich empfindlicher und lokalisiert Undichtigkeiten, die eine Druckprüfung nur pauschal anzeigt.

Wie empfindlich ist die Prüfung?

Der natürliche Heliumgehalt der Luft liegt bei rund 5,2 ppm. Bereits geringe Erhöhungen über diesen Hintergrund sind messbar – damit werden Undichtigkeiten nachgewiesen, die weit unterhalb der Nachweisschwelle einer reinen Druckprüfung liegen.

Muss die Leitung entleert werden?

Nein. Das Helium wird gelöst in das Medium eingebracht, die Leitung bleibt gefüllt und in Betrieb.

Für welche Leitungen eignet sich die Prüfung?

Für wasserbefüllte Druckleitungssysteme: Fern- und Nahwärme, Fernkälte, Heiz-, Kühl- und Prozesswasser sowie Brauchwasser.

Dichtheit nachweisen, bevor die Fläche geschlossen wird?

Nennen Sie uns Abschnitt, Leitungstyp und Prüfziel – wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.

Zur Anfrage   0156 79799100