Spezialisiertes Verfahren · Hochsensible Messtechnik

Leckortung im laufenden Betrieb – ohne Abschaltung.

Helium-Leckortung für Fernwärme-, Prozesswasser- und Industrienetze. Keine Entleerung. Keine Versorgungsunterbrechung. Präzise Lokalisierung auch bei tiefliegenden Leitungen.

Fernwärme-Trasse mit Vor- und Rücklauf – Helium-Leckortung im laufenden Betrieb
0
Abschaltungen erforderlich
5,2
ppm Hintergrundwert (He)
>10m
Tiefe detektierbar
ppb
Nachweisgrenze
Kein Betriebsstopp
Keine Entleerung
Hochsensible Messtechnik
Auch bei tiefen Trassen
Dokumentierter Ergebnisbericht
Helium nach § 20 TrinkwV gelistet

Spezialisiert wo andere nicht weiterkommen.

Herkömmliche Leckortungsverfahren stoßen bei komplexen Netzen, tiefen Trassen oder laufendem Betrieb schnell an ihre Grenzen. Unser Verfahren nicht.

Laufender Betrieb

Die Leckortung erfolgt während die Anlage in Betrieb ist. Keine Abschaltung, keine Versorgungsunterbrechung, kein Druckverlust durch Entleerung.

Hochsensible Messtechnik

Keine Standardgeräte aus dem Baumarkt. Wir arbeiten mit hochempfindlicher Analytik, die kleinste Abweichungen vom natürlichen Hintergrundwert messen kann.

Punktgenaue Lokalisierung

Statt teurer Suchgrabungen auf Verdacht: systematische Eingrenzung der Schadstelle entlang der Trasse. Weniger Fehlgrabungen, weniger Kosten.

Auch bei tiefen Leitungen

Helium ist das kleinste stabile Gas-Molekül. Es diffundiert durch Bodenschichten und ist auch bei Tieflagen über mehrere Meter hinweg messbar – abhängig von Bodenaufbau und Leitungstyp.

Klarer Ergebnisbericht

Nach dem Einsatz erhalten Sie eine nachvollziehbare Dokumentation: Messpunkte, Heliumwerte, Eingrenzung der Schadstelle, Grundlage für die Sanierungsplanung.

Wenn andere Methoden scheitern

Verluste bekannt, Quelle nicht gefunden – oder Voruntersuchungen erfolglos geblieben. Die Heliumprüfung arbeitet unabhängig von Geräuschpegel, Oberflächenzustand oder Leitungstiefe.

So funktioniert Helium-Leckortung.

Ein systematischer Ablauf – von der Einbringung bis zum Ergebnisbericht.

01

Erstgespräch & Planungsunterlagen

Wir besprechen Ihr Leitungssystem: Trassenlänge, Leitungstyp, Medium, Betriebsdruck, Temperatur und bekannten Wasserverlust. Vorhandene Pläne werden gesichtet.

02

Heliumeinbringung im laufenden Betrieb

Über eine geeignete Einbringungsstelle wird Helium blasenfrei mit einer Spezialanlage in das Prozesswasser eingebracht. Der Betrieb läuft weiter – keine Unterbrechung.

03

Blasenfreies Lösen im Medium

Das Helium wird nicht pur eingebracht: Die Spezialanlage löst es blasenfrei im zu prüfenden Medium, sodass es homogen im Umlaufwasser gelöst bleibt und mitzirkuliert – der Zeitraum bis zur vollständigen Verteilung im Netz ist systemabhängig. Erst dort, wo das Medium durch eine Undichtigkeit aus dem Rohr austritt und der Druck abfällt, entweicht das gelöste Helium wieder aus dem Wasser und wird an der Oberfläche messbar.

04

Systematische Messung entlang der Trasse

An Prüföffnungen, Bohrpunkten, Schächten und Messpunkten wird Bodenluft angesaugt und mit hochsensibler Analytik auf Heliumgehalte geprüft. Die Messwerte werden protokolliert.

05

Auswertung & Eingrenzung

Erhöhte Heliumwerte gegenüber dem natürlichen Hintergrundwert zeigen die Bereiche an, in denen das Leitungsmedium austritt. So lässt sich die Schadstelle punktuell eingrenzen.

06

Ergebnisbericht für den Betreiber

Sie erhalten eine schriftliche Dokumentation mit Messwerten, Trassen-Protokoll, Eingrenzung der Schadstelle und Empfehlungen für die weiteren Schritte.

Schema der Helium-Leckortung: Beladestation, gelöstes Helium in Vor- und Rücklauf, Austritt an der Leckstelle und Detektion an Messpunkten an der Oberfläche

Das Tracergas der Wahl.

Helium ist das kleinste stabile Molekül der Natur. Mit einem Atomdurchmesser von 0,26 nm und einer Dichte, die rund siebenmal geringer ist als die von Luft, dringt es durch Bodenschichten, Schächte und Prüföffnungen – selbst wenn die Schadstelle tief liegt.

Der natürliche Heliumgehalt der Atmosphäre liegt bei rund 5,2 ppm – ein stabiler, bekannter Hintergrundwert. Eine deutliche Erhöhung über diesen Wert ist messbar und ein starker Hinweis auf eine austretende Leckstelle, den wir entlang der Trasse systematisch eingrenzen.

Helium ist chemisch inert, ungiftig, nicht entzündlich und verbleibt in so geringen Mengen im System, dass es keine betrieblichen Auswirkungen hat. Es ist technisch und sicherheitstechnisch unbedenklich.

Zudem ist Helium beim Umweltbundesamt nach § 20 TrinkwV als Stoff zur Ortung von Leckagen im Rohrsystem gelistet – einsetzbar bis hin zu Trinkwassernetzen.

Hinweis: Helium kann je nach Kunststofftyp, Wandstärke und Temperatur partiell durch Rohrmaterial diffundieren. An Leckstellen, Muffen, Übergängen und beschädigten Bereichen tritt es bevorzugt aus. Aluminium-Barrieren (alu-ummantelte Fernwärmerohre) verringern die Diffusion erheblich. Die Eignung für Ihr Leitungssystem wird im Vorfeld individuell bewertet.

Verfahren Betrieb läuft Tiefe Leitungen Genaue Lok.
Helium-Leckortung (wir) ✓ Ja ✓ Möglich ✓ Hoch
Akustik / Korrelation ~ bedingt ✗ Begrenzt ~ mittel
Thermografie ✓ Ja ✗ Nein ~ abhängig
Feuchtemessung ✓ Ja ✗ Begrenzt ✗ Ungenau
Formiergas (H₂/N₂) ~ eingeschränkt ~ bedingt ~ mittel

Unsere Einsatzbereiche.

Spezialisiert auf wasserbefüllte Druckleitungssysteme in Fernwärme, Industrie und Versorgungs­infrastruktur.

🔥 Fernwärme-Leckortung

Leckortung in Fernwärme- und Nahwärmenetzen ohne Abschaltung. Geeignet für einzelne Trassenabschnitte oder komplexe Netzstrukturen mit mehreren Einspeisepunkten.

  • Vorlauf- und Rücklauf-Leitungen
  • Muffenbereiche und Übergänge
  • Komplexe Netztopologien
  • Auch bei hohen Betriebstemperaturen planbar

⚙️ Prozesswasser-Leckortung

Für Industrieanlagen, Kühlwassernetze, Heizwasserkreisläufe und Prozesswassersysteme, bei denen ein Stillstand nicht akzeptabel ist.

  • Geschlossene Wasserkreisläufe
  • Kühlwasser- und Heizwassernetze
  • Werks- und Industriegelände
  • Auch unterirdische Trassenführungen

🏭 Industrie- und Werksnetze

Für Betriebe, Kliniken, Kasernen und große Liegenschaften mit eigenem Wärme- oder Prozesswassernetz. Ortung auch auf weitläufigen Geländen.

  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Kasernen und Bundesbehörden
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Gewerbeparks und Industriegelände

🚨 Prüfung bei unklarem Wasserverlust

Sie wissen, dass Wasser fehlt – aber wo? Wenn alle bisherigen Methoden gescheitert sind oder keine verwertbare Aussage liefern konnten, ist die Heliumprüfung oft der nächste sinnvolle Schritt.

  • Diffuse Verluste ohne eindeutige Quelle
  • Nach erfolglosen Vorortungen
  • Bei schwer zugänglichen Trassen
  • Als ergänzende Methode zur Eingrenzung

🛡️ Dichtheitsprüfung mittels Helium-Tracergas

Hochempfindliche Prüfung der Dichtheit Ihres Leitungsnetzes mit Helium als Tracergas – deutlich sensibler als eine reine Druckprüfung. Kleinste Undichtigkeiten werden nachgewiesen und punktgenau eingegrenzt, im laufenden Betrieb.

  • Prüfverfahren nach DIN EN 1779 & DIN EN 13185 (Tracergas-Verfahren)
  • Nachweis kleinster Leckagen weit unterhalb der Druckprüf-Schwelle
  • Ergänzend zur Abnahme-Druckprüfung nach AGFW FW 602 · DIN EN 805 · DVGW G 469
  • Ohne Abschaltung, ohne Entleerung

Bilder vom Einsatz.

Helium-Beladestation – Anlage im Einsatz
Steuertafel der Helium-Beladestation
Helium-Flasche im Feldeinsatz
Druck- und Messtechnik
Fernwärme-Armatur / Regelventil im Schacht
Helium 4.6 – das eingesetzte Tracergas

Einsatzbereiche im Überblick.

Überall dort, wo Leitungen unter Druck stehen, Verluste entstehen und ein Stillstand teuer oder nicht möglich ist.

🏙️

Stadtwerke

Fernwärme- und Versorgungsnetze ohne Lieferunterbrechung prüfen

Energieversorger

Fernwärmenetze, Contractoren, Nahwärme-Betreiber

🏗️

Rohrleitungsbau

Tiefbauunternehmen und Leitungsbauer mit Gewährleistungsfällen

🏭

Industrie

Betriebe mit Prozesswasser-, Kühl- und Heizkreisläufen

🏥

Kliniken

Krankenhäuser mit eigener Fernwärme- oder Heizwasser-Infrastruktur

🏢

Wohnungsbau

Große Gesellschaften mit eigenen Nahwärme- oder Heiznetzen

📐

Ingenieurbüros

Als Subunternehmer oder direkter Ansprechpartner für Sanierungsplanung

🏛️

Kommunen

Öffentliche Liegenschaften, Schulen, Kasernen, Verwaltungsgebäude

FAQ

Muss die Leitung abgeschaltet werden?
Nein. Das Helium wird im laufenden Betrieb eingebracht. Die Anlage bleibt in Betrieb, es gibt keine Versorgungsunterbrechung und keine Entleerung der Leitung.
Ist Helium gefährlich?
Nein. Helium ist chemisch inert, nicht toxisch, nicht brennbar und physiologisch unbedenklich. Es ist als Tracergas technisch und sicherheitstechnisch unbedenklich.
Funktioniert das bei Kunststoffmantelrohren?
Helium kann je nach Kunststofftyp, Wandstärke und Temperatur partiell durch Rohrmaterial diffundieren. An Leckstellen, Muffen und Schwachstellen tritt es bevorzugt aus. Die Eignung wird im Einzelfall bewertet.
Funktioniert das bei alu-ummantelten Leitungen?
Aluminium-Barrieren verringern die Heliumdiffusion deutlich. Dennoch tritt Helium an Leckstellen, offenen Muffen, Übergängen und beschädigten Stellen aus – und kann dort gemessen werden.
Wie genau ist das Verfahren?
Durch die hochsensible Analytik und systematische Messung entlang der Trasse lässt sich die Schadstelle in der Regel auf wenige Meter eingrenzen. Genauigkeit hängt von Bodenaufbau, Leitungstiefe und Prüföffnungsdichte ab.
Wie lange dauert ein Einsatz?
Das ist systemabhängig. Einbringung und Vermischungszeit plus die eigentliche Messung entlang der Trasse. Für eine erste Zeitrahmenschätzung sprechen Sie uns gerne an – wir benötigen Trassenlänge und Systeminformationen.
Führt ihr auch Dichtheitsprüfungen durch?
Ja. Wir prüfen die Dichtheit mittels Helium-Tracergas nach DIN EN 1779 / DIN EN 13185 – hochempfindlich und zur punktgenauen Ortung. Die formale Abnahme-Druckprüfung des Netzes nach AGFW FW 602, DIN EN 805 bzw. DVGW G 469 obliegt dem Betreiber bzw. akkreditierten Prüfstellen; unser Verfahren ergänzt diese und weist deutlich kleinere Undichtigkeiten nach.
Was wird für ein Angebot benötigt?
Trassenlänge, Leitungstyp, Medium, Betriebsdruck und -temperatur, bekannter Wasserverlust, Standort und vorhandene Unterlagen. Nutzen Sie gerne das Formular – wir melden uns schnellstmöglich.

Erprobt in anspruchsvollen Netzen.

Eine Auswahl umgesetzter Projekte – aus Vertraulichkeitsgründen ohne Namensnennung. Die vollständige Referenzliste im Detail erhalten Sie gerne auf Anfrage.

🏭

Automobilkonzern

Fernwärmeleitungen Werksgelände (München)

🧪

Konsumgüter-Konzern

Fernwärmenetz

🧪

Chemieindustrie

Trinkwasserleitungen

💧

Wasserversorger (Großstadt)

Trinkwassernetz

🔗

Gasnetzbetreiber (europäisch)

Speicheranlage & Fernwärme

🎬

Film-/Medienstandort

Fernwärmenetz (München)

Regionaler Energieversorger

Fernwärmenetz (Sachsen)

🏙️

Energieversorger

Fernwärmeleitung (Norddeutschland)

🌐

Fernwärmenetz Schweiz

Versorgungsnetz (CH)

🏭

Aluminium-Industrie

Kühlwasserleitungen

💧

Stadtwerke (Norddeutschland)

Trinkwassernetz

🏙️

Weitere Stadtwerke

Fernwärme in mehreren Regionen

Unklarer Wasserverlust im Netz?

Schildern Sie uns Ihr System – wir prüfen die Eignung und erstellen Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Angebot.

MS Heliumtechnik
Mark Schwarze · Inhaber
📍
Alter Postweg 80
26607 Aurich
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